Eingewöhnung nach dem „Berliner Modell“

Wir arbeiten  mit  dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Sanftes Ankommen in dieser für Kleinstkinder neuen Welt außerhalb der eigenen Familie ist für uns sehr wichtig.

Hier ein kurzer Abriss dieses Modells für Sie als Vorab-Information.

1. Informationsphase:

In dieser Phase findet das Aufnahmegespräch mit den Eltern in der Einrichtung statt. Beide Seiten lernen sich kennen. Die Eltern haben die Möglichkeit sich die Einrichtung genau anzuschauen sowie die zukünftige Gruppe ihres Kindes.
Die Bedürfnisse des Kindes stehen bei diesem Kennenlernen im Vordergrund und es werden alle wichtigen Daten (Allergien, Vorlieben, Grunddaten…) ausgetauscht.

2. Dreitägige Grundphase:

Ein Elternteil (die Bezugsperson) kommt drei Tage hintereinander für ca. 1 Stunde pro Tag mit dem Kind in die Einrichtung.  In dieser Zeit hat das Kind die Möglichkeit sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Der/ie Erzieher/in nimmt über das Spielen ersten Kontakt zu dem Kind auf. In  dieser Phase ist die Bezugsperson des Kindes immer in der Nähe und stellt den sicheren Hafen für das Kind da. Es findet kein Trennungsversuch statt.

3. Erster Trennungsversuch: 

An Tag 4 verlässt die Bezugsperson nach kurzer Eingewöhnungszeit den Raum. Bleibt aber in der Einrichtung und in unmittelbarer Nähe. Es darf kein Sichtkontakt zu dem Kind bestehen.  Das ist jetzt die entscheidende Phase über die Fortführung der Eingewöhnung:
a) das Kind lässt sich schnell und gut von dem/r  Erzieher/in ablenken/ beruhigen oder
b) es ist schlecht bis gar nicht zu beruhigen
Wenn Variante (a) eintritt kann man mit dem nächsten Schritt der Eingewöhnung fortfahren und es wird eine kurze Eingewöhnung. Tritt Variante (b) ein sollte die Trennung nicht unnötig lang gestaltet werden und es wird zu einer längeren Eingewöhnung kommen. Das  heißt,  wir verbleiben in der Grundphase für weitere 3 Tage. Ein erneuter Trennungsversuch findet frühestens an Tag 7 statt.

4. Stabilisierungsphase: 

Diese Phase dauert 2-3 Tage. Die Trennungszeiten werden jetzt immer weiter ausgedehnt. Das Kind erlebt dann nach und nach ohne Eltern den Morgenkreis, isst mit Frühstück und auch Mittagessen. Ist das Kind in diesen Abläufen gefestigt, kommen als Letztes die ersten Schlafversuche. In dieser Phase ist es immer noch wichtig, dass die Bezugsperson jeder Zeit telefonisch erreichbar ist.

5. Schlussphase:

Jetzt ist die Bezugsperson nicht mehr in der Einrichtung (dennoch immer erreichbar) und das Kind wird nun nach und nach fest in den Gruppenalltag integriert.

Für die Eingewöhnung sollte die Bezugsperson  zwischen 2 bis 4 Wochen  einplanen.

Bezugserzieherin

Wir arbeiten bei uns in der Krippe mit so genannten „Bezugserziehern/innen“, d.h. es gibt eine/n Erzieher/in die  während der Eingewöhnungszeit persönlich für Ihr Kind verantwortlich ist. Diese/r Erzieher/in übernimmt auch hinterher die Elternarbeit, d.h. alle festgelegten Gespräche übernimmt diese/r Mitarbeiter/in.

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